Empfängnisverhütung

Einführung
Hormonelle Verhütungsmethoden
-- Mikropille
-- Risiken der Verhütung mit der Mikropille
-- Minipille
-- Langzyklus-Pille
-- Nuva-Ring
-- Verhütungspflaster
-- 3-Monats-Spritze
-- Implanon-Stäbchen
Verhütung durch Einlage von Spiralen
-- Kupfer-Spirale
-- Mirena-Spirale
Sterilisations-Operation
Alternative Verhütungsmethoden

 

Einführung

Untersuchungen im Rahmen der Empfängnisreglung werden von den gesetzlichen Krankenkassen zweimal jährlich finanziert. Empfängnisverhütende Mittel selber müssen jedoch ab dem vollendeten 20. Lebensjahr privat bezahlt werden.

Seit der Entwicklung der ersten Anti-Baby-Pillen hat sich das Angebot der sicheren Verhütungsmethoden bis heute erheblich vergrößert. Mittlerweile stehen eine Reihe von Möglichkeiten der hormonellen und nicht-hormonellen Verhütung zur Verfügung, die den unterschiedlichsten Anforderungen und Lebenssituationen gerecht werden.

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Empfängnisverhütung

Hormonelle Verhütungsmethoden

Mikropille

Die “klassische” Antibabypille (Mikropille) ist ein Kombinationspräparat aus Östrogen und einem Gestagen (Gelbkörperhormon). Die Dosierung des Östrogenanteils variiert von Pille zu Pille. Sie liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Microgramm. Heutzutage werden fast ausschließlich solch niedrigdosierte Präparate mit allgemein guter Verträglichkeit angeboten, nur in seltenen Fällen liegt die Östrogendosierung noch bei 50 Microgramm.

Während der Östrogenanteil sich zwischen den unterschiedlichen Präparaten lediglich durch die Dosierung unterscheidet, ist der Gestagenwirkstoff variabel. Die Gestagene führen im Allgemeinen neben der Hemmung des Eisprunges vor allem zu einer mangelnden Durchgängigkeit des Gebärmutterhalses für Spermien. Neben dieser Wirkung hat das in der jeweiligen Pille verwendete Gestagen weitere erwünschte teilweise aber auch unerwünschte Nebenwirkungen. Zum Beispiel können bestimmte Gestagenkomponenten mit “antiandrogener” Wirkung bei Frauen mit Neigung zu unreiner Haut oder vermehrter Körperbehaarung zu einer deutlichen Verbesserung führen. Andere Gestagene können wiederum Wassereinlagerungen verstärken oder auch vermindern. Je nach Bedürfnis und Situation werden wir Sie hier individuell beraten.

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Verhütungsmethoden

Risiken der Verhütung mit der Mikropille

In seltenen Fällen kann es unter hormoneller Verhütung mit Antibabypillen zur Entwicklung von Thrombosen und Embolien kommen. Dies gilt insbesondere, wenn bei Ihnen eine familiäre Belastung hinsichtlich solcher Erkrankungen bestehen sollte. Weitere Faktoren, die das Risiko einer Verhütung mit Antibabypillen erhöhen sind z.B. Bluthochdruck, Rauchen oder Fetstoffwechselerkrankungen. Daher werden wir in einem Beratungsgespräch nach diesen Risiken fragen und Ihnen gegebenenfalls eine alternative Verhütungsmethode empfehlen.

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Minipille

Im Gegensatz dazu enthält die Minipille nur Gestagene (gestagen-only-pill). Sie zeichnet sich durch eine Hemmung der Spermienfunktion aus. Da diese Wirkung aber maximal 24 Stunden anhält, muss diese Pille kontinuierlich (ohne Blutungspausen) eingenommen werden. Diese Methode ist vor allem bei Stillenden und bei Frauen mit menstruationbedingten Beschwerden, insbesondere Migräne geeignet. Sie erfordert eine sehr disziplinierte Anwendung.

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Verhütungsmethoden

Langzyklus-Pille

Bestimmte Mikropillen bieten sich gut für eine Einnahme im sogenannten Langyzklus an. Dabei handelt es sich um eine kontinuierliche Einnahme der Antibaby-Pille z.B. über einen Zeitraum von 3 Monaten mit anschließender 1-wöchiger Pause. Ziel dieser Einnahmetechnik ist es, die Anzahl der Regelblutungen deutlich zu verringern, und so insbesondere den Frauen zu Gute kommt, die in der einnahmefreien Woche unter starken oder schmerzhaften Entzugsblutungen leiden. Ein Nachteil dieser Einahmeform kann in einem gelegentlichen Auftreten von Schmierblutungen bestehen.

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Nuva-Ring

Der Hormonring für die Scheide wird einmal pro Monat eingeführt und verbleibt dort für drei Wochen. Während dieser Zeit gibt der Ring kontinuierlich geringe Mengen von Hormonen ab, die über die Scheidenhaut aufgenommen werden.

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Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster wird einmal wöchentlich für insgesamt drei Wochen z.B. an den Oberarm oder ans Gesäß geklebt und gibt dann, ähnlich wie der Nuva-Ring, kontinuierlich geringe Mengen von Hormonen ab, die über die Haut aufgenommen werden.

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verschiedene Verhütungsmethoden

3-Monats-Spritze

Diese Verhütung beruht auf der Wirkung des MiniPillen-Prinzips. Ein Gestagen-Depot- wird 3-monatlich in die Gesäßmuskulatur gespritzt Ein Nachteil dieser Methode ist, daß es auch nach Absetzen oft recht lange dauert, bis wieder ein normaler Zyklus eintritt. Weiterhin kann es in seltenen Fällen zum Bluterguß oder Spritzenabszeß an der Einstichstelle kommen.

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Implanon-Stäbchen

Auch diese Verhütungstechnik ist eine Sonderform des MiniPillen-Prinzips, bei der ein 4cm-langes, biegsames Stäbchen unter der Haut des Oberarmes eingelegt wird und so über kontinuierliche Freisetzung von Gestagenen eine sichere Verhütung über einen Zeitraum von 3 Jahren garantiert.

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Verhütung durch Einlage von Spiralen

Kupfer-Spirale

Kupfer-Spiralen werden schon seit langer Zeit zur Verhütung eingesetzt. Die Liegezeit fast aller heute verwendeten Kupfer-Spiralen-Typen beträgt 3-5 Jahre. Nach dieser Zeit muss die liegende Spirale durch eine neue Spirale ersetzt werden. Der Vorteil dieser Verhütungsmethode besteht darin, dass sie im Vergleich zu allen anderen Verhütungstechniken sehr kostengünstig ist. Nachteile können darin bestehen, dass die Regelblutung unter der Kupfer-Spirale verstärkt und/oder verlängert ist.

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Einlage von Spiralen

Mirena-Spirale

Die sog. „Hormon-Spirale“ (Handelsname Mirena) gibt es seit gut 10 Jahren und stellt eine Weiterentwicklung der Spiralenverhütung dar. Durch die kontinuierliche Abgabe kleiner Mengen von Gestagenen kommt es nur zu einer lokalen Wirkung am Muttermund und an der Gebärmutterschleimhaut wodurch eine Schwangerschaft verhindert wird. Die Liegezeit der Mirena-Spirale beträgt – wie bei den Kupfer-Spiralen – 5 Jahre. Nach dieser Zeit muss die liegende Spirale durch eine neue Spirale ersetzt werden. Vorteile dieser Spirale sind insbesondere die gewöhnlicherweise schwachen Regelblutungen sowie eine Verminderung der Regelbeschwerden, so dass die Verträglichkeit dieser Spirale sehr gut ist.. Im Gegensatz zur Kupferscpirale besteht zudem eine niedrigere Infektionsgefahr.

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Sterilisations-Operation

Die Sterilisations-Operation bei der Frau ist ein operativer Eingriff, bei dem die Eileiter auf dem Weg einer Bauchspiegelung in Vollnarkose undurchgängig gemacht werden. Dadurch kommt es zu einer irreversiblen Unfruchtbarkeit. Dieser Eingriff wird jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Auch private Versicherungen übernehmen die Kosten meistens nur, wenn gesundheitsgefährdende Gründe vorliegen.

Einer Sterilisations-Operation sollte ein ausführliches Beratungsgespräch vorausgehen, da es sich hier um eine endgültige Entscheidung handelt, die reiflich zu überlegen ist.

Falls Sie sich, nach ausführlicher Beratung und Aufklärung, für diese Operation entscheiden, können wir den Eingriff in unserer Belegklinik durchführen. Einzelheiten zur Planung und Organisation der Operation finden sie unter Operationen / Klinik.

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Sterilisations-Operation

Alternative Verhütungsmethoden

Alternative Verhütungsmethoden (z.B. Kondome, Diaphragma, Berechnung der fruchtbaren Tage, etc.) gelten im Vergleich zu den o.g. Verfahren als unsichere Verhütungstechniken. Wir beraten Sie in unserer Sprechstunde gerne zu den unterschiedlichen Möglichkeiten.

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