Schwangerenvorsorge

Einführung
Mutterschaftsrichtlinien
Erstuntersuchung
Schwangerenbetreuung

 

Einführung

Mit dem Eintritt der Schwangerschaft beginnt sich Ihr Leben grundlegend zu verändern. Neben großer Vorfreude werden sich auch Phasen der Ungewissheit und Ängste einstellen.

Nicht auf jede dieser Fragen wird es die eine “richtige” Antwort geben. Das Ziel unserer Schwangerenbetreuung ist es, Ihnen einen großen Teil dieser Ungewissheiten und Ängste zu nehmen, so dass Sie die Zeit der Schwangerschaft möglichst unbeschwert genießen können.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Betreuung sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, die uns helfen, eventuelle Schwangerschaftsrisiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

Nachfolgend ein Überblick über unser Praxisangebot für Schwangere

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Schwangere Frau am Steg

Mutterschaftsrichtlinien

Die Betreuung der Schwangerschaft in Deutschland ist in den sogenannten Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Darin ist von Gestzgeber genau geregelt, welche Untersuchung zu welchem Zeitpunkt in der Schwangerschaft durchzuführen und im Mutterpass zu dokumentieren ist.

Diese gesetzlich vorgegebenen Untersuchungen umfassen ein breites Spektrum an medizinisch notwendigen Leistungen. Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen übernommen. Weiterhin sind die Vorsorgeuntersuchungen von der Praxisgebühr befreit. Das gilt auch für die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der Schwangerschaft. Berufstätige Schwangere müssen für sämtliche Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freigestellt werden, ohne dass ein Verdienstausfall entsteht.

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Mutterpass

Erstuntersuchung

Bei der Erstuntersuchung der neu festgestellten Schwangerschaft werden wir zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Schwangerschaft in der Gebärmutter darzustellen. Dies gelingt mittels moderner Ultraschalldiagnostik etwa 1 – 2 Wochen nach Ausbleiben der Regel. Daran anschließend werden wir in einem ausführlichen Gespräch neben eventuell vorhandenen Vorerkrankungen und vorausgegangenen Schwangerschaften auch Ihre familiäre und berufliche Situation besprechen, um so eventuelle Risiken oder Belastungen frühzeitig erkennen und gegebenenfalls beheben zu können.

Gemäß Mutterschaftsrichtlinien schließen sich zudem noch folgende Untersuchungen an:

  • die Messung des Körpergewichts und des Blutdruckes
  • eine Untersuchung des Urins sowie
  • eine gynäkologische Untersuchung mit der Entnahme von Muttermund-Abstrichen (Krebsvorsorgeabstrich sowie spezieller Abstrich auf Chlamydien).

Weiterhin erfolgt eine Blutabnahme zur Bestimmung eines Blutbildes, der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie die Durchführung eines Antikörpersuchtestes, um gegebenenfalls eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig feststellen zu können. Der Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und 28. SSW wiederholt.

In den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben sind zudem ein Suchtest auf Geschlechtskrankheiten und eine Rötelnantikörperbestimmung. Nach der 32. SSW wird nochmals eine Blutentnahme durchgeführt, die eine mögliche Infektion mit Hepatitis B aufdecken soll.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in einem gegebenenfalls neu anzulegenden Mutterpass dokumentiert, den Sie bei der darauffolgenden Vorstellung erhalten werden. Diesen Mutterpass sollten Sie dann während der Schwangerschaft immer bei sich führen.

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Ultraschall-Ger&auml:t

Schwangerenbetreuung

Nachfolgend eine Übersicht über die seitens der Mutterschaftsrichtlinien durchzuführenden medizinisch notwendigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft, die von den gesetzlichen Krankenkassen ausnahmslos übernommen werden.

Über das medizinisch notwenige hinaus bieten wir Ihnen weitere Untersuchungen an, die sinnvoll und empfehlenswert sind oder ganz einfach Ihren Wünschen entsprechen.

Eine Auflistung dieser Untersuchungen finden Sie unter erweiterte Schwangerenvorsorge.

Bei unauffälligem Untersuchungsbefund und Schwangerschaftsverlauf erfolgt die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung gemäß Mutterschaftsrichtlinien alle 4 Wochen und in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten zweiwöchentlich, so dass insgesamt ca. 10-12 Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen werden.

Bei jeder dieser Vorsorgeuntersuchungen werden wir Gewicht, Blutdruck und den Urin kontrollieren. Weiterhin wird eine Tastuntersuchung der Gebärmutter und des Muttermundes vorgenommen. Mindestens bei jedem zweiten Termin wird außerdem ein Blutbild erstellt. Ab der 28. Schwangerschaftswoche werden zusätzlich die kindlichen Herztöne und eventuelle Wehentätigkeit mittels des sogenannten CTG aufgezeichnet.

Im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien sind während der Schwangerschaft drei routinemäßige Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: jeweils um die 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche. Bei Vorliegen bestimmter Risiken oder Komplikationen können auch häufigere Ultraschalluntersuchungen angeordnet werden.

Falls Ihr Kind am Termin noch nicht geboren sein sollte, werden wir Sie alle 2 Tage einbestellen um ein CTG aufzuzeichnen und mittels Ultraschall und Doppleruntersuchung die Fruchtwassermenge und Durchblutung des Kind zu überprüfen. Bei unauffälligen Befunden und ausbleibendem Geburtsbeginn wird dann zwischen dem 10. und 14. Tag nach errechneten Termin in der Geburtsklinik eine Geburtseinleitung durchgeführt.

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